anlässe 16

01./02.10. herbstausflug wallis

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Das Wandern ist des TV's Lust
Das Wandern. Klischeehaft behauptet wäre ja diese Schweizer National-Bewegungsart eine Sache für's ältere Semester. Da erstaunte es eigentlich nicht schlecht als sich eine waschechte Bärauer Jungmannschaft auf einen Herbstausflug bzw. ein Wanderwochenende ins Wallis wagte. Alleweil lohnenswert, wenn man bedenkt zu was diese 11 Individuen fähig sind. Der Spassfaktor und Genuss kamen  jedenfalls nicht etwa zu kurz.
Der Samstagmorgen war nur wenige Stunden alt, als sich bereits ein erstes Missgeschick ereignete. Wegen eines Absprachefehlers und der Verträumtheit eines hier nicht genannten Turners, erreichte die Truppe eine Stunde zu spät den Briger-Bahnhof. Anstatt den Zug Richtung Thun zu nehmen wurde halt ein Umweg über die Hauptstadt eingelegt, was einerseits für Verspätung und andererseits für den ersten Zündstoff des Tages sorgte. Nun ja, der Zeitplan geriet dadurch nicht massiv aus den Fugen und die "Auf-ab" Wanderung Richtung Bortelhütte wurde trotzdem zu einem schönen Erlebnis.
Diese galt bekanntlich als Vorspeise, würde doch am nächsten Tag noch ein richtiger Brocken auf uns warten. Die Hälfte der Gruppe wollte jedoch noch mehr Höhenmeter anpeilen und wagte sich noch hinauf zum Stausee. Drei Jungs stellten dabei ihre ganze Männlichkeit unter Beweis und nahmen deswegen ein schnelles Bad im 5Grad kalten Wasser, bei dem es die Betonung auf "schnell" wohl am Besten traf.
In der Hütte wurde danach fleissig gezockt. Kuhhandel und das berühmte "Walter-Spiel" liessen den Lautstärkepegel artig in die Höhe schnellen. Dieser wollte später auch im Massenschlag nicht abklingen, wurde man doch schon um 22.00, der Nachtruhe wegen ins Bett geschickt. Hartes Brot für eine U30 Truppe, die daraufhin unterschiedlich zur Ruhe fand. Der Jüngste litt, wegen seinen beiden Bettnachbarn unter Alpträumen, während der Präsident auf einem nächtlichen WC-Gang beinahe einen Hirsch zu Tode erschreckte. 
Um die mit 1000 Höhenmeter verbundene Wanderung zum Simplonpass über die Mäderlicke (2885m) zu meistern, ging es früh aus den Federn. Der Nebel umhüllte da noch jeglichen Gipfel, doch Bergführer Gerber stellte seine meteorologischen Fähigkeiten unter Beweis, überzeugte einige skeptischen Gesichter, und schwärmte von Sonnenschein nach Mittagszeit. Vorerst ging es jedoch bei Wind, Kälte und Schnee Schritt für Schritt der Spitze entgegen. Schutz fand man dabei nur wenig, was bunte Diskussionen zu möglichen Überlebens-Szenarien in den Bergen anheizte. 
Doch es kam so wie geplant. Die Sicht wurde besser, die Sonne spendete Wärme und das Panorama am Ziel wurde feierlich mit einem Gipfelwein zelebriert. Der Weg runter zum Simplonpass stellte eine letzte Bewährungsprobe für die Knien jedes Einzelnen dar, welche sich aber am Ende eines wunderbaren Wochenende alles "geili Sieche" nennen dürfen. Das war keineswegs ein Zuckerschlecken meine Lieben.  In dem Sinne gute Erholung, merci euch allen und Cyru für die reibungslose Organisation! 
Der Schreiberling

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14.05. gp bern

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Bei guten Laufbedingungen, trotz zwischenzeitlichen Regengüssen, machten sich diverse Athleten des TV's und der Jugi Bärau auf um Bern zu erobern.

 

Die Jüngsten absolvieren momentan ein wahres Marathon-Programm, da sie vorige Woche noch an den Schnellsten Ämmitalern fulminant unterwegs waren und am nächsten Wochenende auch noch am Bowilergelädelauf am Start stehen werden. Unbeeindruckt wagten sie sich aufs nasse Terrain und absolvierten den Bären GP in tollen Zeiten. Mina Hirsbrunner schaffte es in ihrer Kategorie als 2te auf Podest. Ihre Schwester Hanna und deren Schulkollegen Sämi sowie Janis legten die Strecke ebenfalls schnell und beherzt zurück.

 

Mais Mädchen                     2.            Mina Hirsbrunner             07.22

Teedies Mädchen  07          5.           Hanna Hirsbrunner           06.58

Teddies Knaben 08            18.           Janis Kindler                       07.18

Teedies Mädchen 07        154.          Samuel Zaugg                    07.58

 

Im Altstadt GP versuchten je zwei Frauen und Männer des TV's möglichst schnell über die Pflastersteine zu gleiten. Für einen Aufreger sorgte Tim, das junge Kücken. Er wollte Nicu möglichst lange auf den Fersen bleiben, startete aber mit fremden Schuhwerk seines Bruders und musste dieses prompt gleich zwei mal während des Rennens nachschnürren. Er lief trotzdem stark, erreichte eine PB und wer weiss, welche Zeit es für ihn ohne dieses Malheur gegeben hätte... Nicu, der nach mehreren Versuchen wieder einmal sein Ziel erreichte und unter 17 Minuten blieb, Vanessa und Eliane dürfen mit ihren Läufen ebenfalls sehr zufrieden sein. Severin aus der Jugi konnte sich zu seinem letzten lauf ebenfalls steigern und eine tolle neue Bestzeit aufstellen.

 

M20                 29.                  Antener Nicola                   16.52

MU20              10.                  Scheidegger Tim                17.38

MU16              53.                  Stalder Severin                   20.01

WU20            124.                  Linder Eliane                       26.10

W20               752.                  Bigler Vanessa                    29.08

 

Herzliche Gratulation allen Teilnehmern zu ihren Leistungen. Weiter so!


05.05. turnfahrt heimiswil

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Bei strahlendem Sonnenschein traf sich der TV Bärau und der TV Trubschachen zu der all jährlichen Turnfahrt. Wir stellten die Autos in einem Feldweg ab und nahmen den Fussmarsch zum Festgelände in Angriff. Auf dem Planetenweg, über den Binzberg, begegneten wir anderen Vereinen aus unserem Verband. Gemeinsam betraten wir das Gelände und löschten unseren Durst mit kühlen Getränken. 

 

Nach dem Gottesdienst ging es zu den Fahrzeugen zurück. Manche brauchten ein bisschen mehr Starthilfe, als die anderen, um den Weg ins vertraute Mösli zu finden. Schlussendlich kamen alle beim Grillplatz an, wo das Fleisch schon auf die Glut wartete. Gemütlich liesse wir den angebrochen Tag ausklingen. Die jüngeren Teilnehmer konnten sich sportlich austoben, sich als Brückenbauer beweisen oder ein ungewolltes Bad nehmen. 

 

Bis nächstes Jahr, hoffentlich mit dem gleichen Wetter.

 

Cyrill Zürcher


30.04./01.05. trainingsweekend langnau

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Trainingslager Langnau

Bei herrlichem Sonnenschein starteten die motivierten Bärauer mit einem Friesbeematch zum diesjährigen Trainingsweekend in Langnau. Mit vier Trainingseinheiten am Samstag und zwei am Sonntag, stand uns ein intensives Trainingsprogramm bevor. Beim ersten Block mit Kugelstossen und Sprint sowie Schleuderball, Hochsprung und Volleyball Fachtest im zweiten Block wurde eifrig an der Technik gefeilt. Nach dem Mittagessen wurden die Disziplinen Weitsprung, Speer, Wurf und Steinstossen in Angriff genommen. Gerade das Steinstossen ist absolutes Neuland für uns. Wie soll der Stein am besten gehalten werden, frei oder an den Kopf gepresst? Diese Frage stellte sich postwendend. Mit der Zeit fanden wir jedoch gefallen am Steinstossen und werden bis zum Turnfest hart am Stein bleiben. Zum Abschluss des ersten Tages jagte uns der Oberturner über einen Kräftigungsparcours sowie auf eine abschliessende Joggingrunde. Am Abend wurde auf der Hochwacht bei Nana der Grill angeschmissen und wir liessen den Tag beim gemeinsamen Nachtessen revuepassieren. Der erste Trainingsblock am Sonntag fand wegen dem nass kalten Wetter in der Halle statt. Weitsprung, Schleuderball und Volleyball Fachtest stand an. Die letzte Einheit wurde wieder im Freien ausgetragen. Unsere 800m Läufer quälten entliche Male sich den Dorfberg „Stutz“ hoch und das Kugelstossteam stieg mit etwas leeren Beinen nochmals in den Ring. Auch die Volleyballer setzten zu den Letzten Smashs an. Mit einem hartumkämpften Volley-Match schlossen wir das diesjährige Trainingsweekend ab.

 

Vielen Dank an Nana, Cyrill und Sam für die spannenden Lektionen und allen Teilnehmmern für ihren Einsatz. Äs het gfägt


18.03. unihockey-derby zollbrück

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UHT Schüpbach 3 – TV Bärau 3:6 (0:2 / 3:1 / 0:3)

 

„Il classico“ – oder ein Duell unter Freuden. Traditionell begrüßt der UHT Schüpbach den Turnverein alljährlich in der BOE Zollbrück zu einem Unihockey Fight um Ruhm und Ehre. Ob Bärau auch in diesem Jahr wieder reüssieren würde, war im Vorfeld eine heiß diskutierte Frage. Ein Direktbeteiligter verglich den bevorstehenden Schlagabtausch eine Woche zuvor süffisant mit einem Beispiel aus der Tierwelt.

 

„Der Turnverein werde wie ein eingesperrter Bär agieren, dem endlich die Tore geöffnet und der Weg geebnet wird, damit er sich hungrig auf seine Beute stürzen kann.“ Und genau so stürzten sich elf Akteure ins Abenteuer - auf zur Mission Siegverteidigung. Coach Gerber mahnte zu Beginn noch zur Vorsicht, dem Gegner durch zu intensives Forechecking nicht schon früh ins Messer zu laufen. Er selbst war es jedoch, der sich nach wenigen Sekunden energisch durch die gegnerischen Reihen tankte, zwei Verteidiger um tänzelte und seinen Sturmlauf meisterhaft mit einem satten Knaller unter die Querlatte vollendete. Die zweite Formation zeigte sich darüber sichtlich inspiriert – Scheidegger setzte kurz später zu einem Sprint auf der rechten Seite an, behielt die Übersicht und lancierte im Stile eines Chris DiDomenico den freistehenden Antener, der keine Gnade walten liess und das Zuspiel eiskalt verwertete. Bärau kontrollierte bis anhin das Spiel und konnte notfalls auf seinen glänzend reagierende Schlussmann Würger zählen, der etliche Anschlusschancen vereitelte.

 

Zu Beginn des 2. Drittels drückten die Gäste vehement auf Tor Nr. 3. Der Simmentaler Torwart in Schüpbacher Reihen zeigte sich hierbei als dankbarer Verbündeter, und bescherte Gammenthaler mit seinem verpatzen Auswurf ein verspätetes Weihnachtsgeschenk. Dieser fackelte nicht lange und beförderte das mustergültige Zuspiel unters linke Eck. Nun war Schluss mit lustig – die Hausherren zeigten dem frechen und schnörkellosen Gästen in wenigen Angriffen, wo der Bartli den Most holt. Ihre Sturmangriffe endeten, nach ansehnlichen Kombinationen, dabei gleich dreimal erfolgreich, wodurch urplötzlich wieder Spannung im Holztempel von Zollbrück aufkam.

 

Coach Gerber nahm seine Schützlinge in der zweiten Pause gezwungenermaßen ins Gebet und setzte zu einer fruchtbaren taktischen Gardinenpredigt an. Nesthäkchen Scheidegger nahm sich die Worte besonders zu Herze und unterlief selbst in kurzer Zeit einer Wandlung zum Goalgetter. Nach einer schnellen Freistoss Kombination setzte er zum Drehschuss an und vollendete schließlich magistral. Kurzdarauf liess es sich Hubler T., der Alleskönner, bei seinem Debut nicht nehmen gleich selber auch noch zu reüssieren. Gekonnt fand sein „Backhand-Volley- One Timer“ via Außennetz und Torwartrücken den Weg über die Linie. Schüpbach schwenkte daraufhin nicht etwa die weisse Fahne sondern deckte Würger mit einer wuchtigen Schusslawine ein, die er mit teils pantherartigen Hechtsprüngen jedoch zu vereitelten wusste. Zudem stand den Gästen auch noch Fortuna zur Seite, da gleich zwei gegnerische Knaller das Metall küssten. Für die endgültige Entscheidung sorgte schließlich Antener, der einen typischen Bärauer temporeichen Konterangriff mit einem Snap-Shot ins „Angeli“ abschloss. Scheidegger hätte danach seinen persönlichen Punktestand ebenfalls noch erweitern können, verlor aber quasi mit dem Schlusspfiff die Nerven und setzte seinen Abschluss weit neben das leerstehende Tor.

 

Der Derbysieg findet somit wiederholt den Weg ins Bärau. Wir möchten uns herzlich für die tolle Gastwirtschaft und die Organisation des Anlasses bedanken. „Es het gfägt u mir chöme gärn wider mau vrbi, merci!“

 

Nicola Antener

 

15./16.02. ski-weekend saanemöser

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Es lebe die Tradition! Ski-Weekend in Saanemöser, das kennt der TV Bärau mittlerweile relativ gut. Zum 4ten Mal ging es ins Oberland, wo dann auch im berühmt berüchtigten Restaurant Hornfluh gastiert wurde. In einer 10-köpfigen und reinen Männer-Gruppe wurde das Experiment „Bärauer auf Skis“ in Angriff genommen. Nicht von ungefähr darf ein Ski-Ausflug des TV’s als Experiment bezeichnet werden, da doch immer wieder die Eine oder Andere Panne auftritt. Dies Jahr liess die Erste nicht lange auf sich warten...

 

Nando wurde bereits vor der ersten Schneeberührung als „Pechvogel 2016“ erkoren. Der Reißverschluss seiner in die Jahre gekommenen Jacke versagte und bedurfte einer Reparation. Cyrill, der Tausendsassa, stellte dem vom Pech Verfolgten jedoch kurzer Hand eine zweite Jacke zur Verfügung und komplettierte damit dessen geliehenes Renn-Tenue. Seine restliche Ausrüstung (Skis, Schuhe, Stöcke, Hose, Helm und Brille) war nämlich gesamthaft von Familienmitgliedern geborgt.

Nun ja, danach wurde dann endlich auch Ski gefahren. Die dichten Wolken und der leichte Nieselschnee konnten dabei keinem die Laune verderben. Wie auch? Die Pisten waren quasi menschenleer und der Pulverschnee in Haufen vorhanden.

 

Wenn also alles gut läuft, befördert man sich am besten selber in Schwierigkeiten. Der Schreiberling, der für den fehlenden Präsidenten ein Selfie-Tagebuch führte um diesen ein wenig neidisch zu machen, nahm sich dies besonders zu Herzen. Beim Knipsen eines Fotos auf dem Lift liess er prompt seinen Skistock in den metertiefen Tiefschnee fallen. Tim, das junge unerschrockene Kücken der Truppe, begab sich daraufhin mit dem Schreiberling auf eine heldenhafte Skistock-Rettungsmission. Dumm nur, das genau dieser danach bei einem seiner akrobatischen Fahrkunststückchen im Schnee stecken blieb und zu allem Übel seinen Ski nicht mehr finden konnte. Im Stile von Lawinenrettungsspezialisten buddelten die Zwei unerschrocken in steilstem Gelände kiloweise Schnee weg und konnten ihre Übung nach einer schweißtreibenden Stunde schliesslich erfolgreich beenden...

 

Ach ja, danach war bereits Mittagszeit. Die Sonne schenkte uns während der verdienten Pause ihr schönstes Lächeln. Danach ging es mit Pleiten, Pech und Pannen weiter. Nando durfte sich auch noch von Vaters geliehenen Skischuhen aus den 80er-Jahren verabschieden. Das Aussenmaterial war brüchig wie eine Tafel-Schokolade und wäre wohl nur mit Panzer-Tape zu retten gewesen.

 

Da sich nach dem Mittagshoch die Wolken wieder verdichteten und sich zu allem Übel auch noch starker Wind dazu mischte, beendete man den Skitag dieses Jahr pünktlich um die letzte Gondel noch zu erwischen und eine allfällige Wandertour wie anno 2015 zu verhindern. Auf der Hornfluh wurde danach der Tag ausgiebig genossen. Dieses Jahr verköstigte man sich im romantischen Raclette-Häuschen am offenen Feuer. Danach folgte der traditionelle Hot-Pot-Besuch, der bekanntlich bis spät in die Nacht andauerte.

 

Am Sonntag weckte uns starker Sonnenschein und zog uns nach einem stärkenden Frühstück wieder zurück auf die Piste. Petrus machte uns jedoch am Valentinstag keine Geschenke und bescherte uns einen bewölkten und nebelreichen Schneetag. Die Piste wurde zunehmend sulzig und verlangte unseren säuerlichen Beinen die letzten Kraftreserven ab. Da die Pechvögel vom Samstag nicht mehr mit gleichem Übermut wie noch am Samstag agierten, konnten zusätzlich Pannen verhindert werden. Bis um vier wurde jedoch noch fleißig gebrettert, bis sich dann der ganze Bärau-Tross leicht ermüdet wieder in Richtung Emmental schleppte.

Jungs, das hat doch Spass gemacht! Danke allen für das geile Wochenende!

 

Nicola Antener 

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